Montag, 3. April 2017

Gut gemeint aber leider, wie so oft, nicht zuende gedacht

Seit Jahren schon kennen wir sie, die gesetzlich vorgeschriebenen abschreckenden Bilder auf den Zigarettenschachteln. So richtig schon zum gruseln und eckeln. 

Nett gemeint, soll es doch all jenen die rauchen bildlich vor Augen stellen, wozu rauchen denn führen kann.

Für mich jedoch ein Unding, vor allem wenn ich mit meinen Kindern an der Kasse warte und uns diese ganzen Bildchen entgegenspringen. Würde ich meinen Kindern regelmäßig Filme mit entsprechendem Bildmaterial vorsetzen da würde sich vermutlich das Jugendamt bei mir melden. Aber im öffentlichen Raum ist die Berieselung der Kinder mit derartigen Bildern ok... sogar staatlich vorgeschrieben!.


Ehrlich gesagt habe ich dafür kein Verständnis. Denn der Raucher schädigt sich ja selbst und etwas Eigenverantwortung kann man schon von einem Menschen verlangen... das tue ich übrigens in anderen Dingen auch bei meinen Kindern.. .. natürlich Alters entsprechend.

Ok, wenn man Haare spalten will, dann könnte man darüber sinnieren wie sehr der Raucher doch die Passivraucher drangsaliert... das tut aber überspitzt gesagt auch jemand, der bewusst auf sein Deo verzichtet.

Was mich darüber hinaus auch noch ärgert ist der Umstand, dass in den Alkoholkonsum der Bevölkerung nicht im gleichen Masse eingeschritten wird. Es hat noch kein Raucher aufgrund seines Zigarettenkonsums seine Kinder Vergewaltigt oder halb tot geschlagen oder gar getötet...nun.... in wirklich pathologischen Alkoholikerfamilien kommt das recht häufig vor. Es ist aber unmöglich so viel Nikotin zu konsumieren um sich zu derartigem hinreißen zu lassen, eher kotzt man sich sie Seele aus dem Leib wegen Nikotinvergiftung! Auch wird man nach Zigarettenkonsum nicht Schlangenlinien fahren, Menschen umfahren oder ähnliches.

Wie bereits gesagt, ich frage mich jedes mal, wenn ich mit meinen Kindern an der Kasse stehe, wo denn der Kinderschutz bleibt und ob ich meinen Kinderndiesen Anblick wirklich antun muss. Ganz schlimm ist es bei uns im Kaufland, es gibt da wirklich keinen Weg an den Bildchen vorbei.

Weder mein Mann noch ich rauchen und  ich bin der Überzeugung, dass dies den Kindern das größte Vorbild ist. Das merke ich auch an der Einstellung meiner 18 jährigen Tochter. Manchmal muss ich sie in ihrer Kritik an ihren rauchenden Mitschülern zurückhalten. Denn da ist sie wirklich harsch.

Es hat sich schon sehr viel getan in der Einstellung der Leute zum Rauchen und zwar bereits lange bevor wir mit derartigen Horrorbildern zwangsaufgeklärt werden. 
Als ich Kind war, war es noch ganz natürlich im Wohnzimmer zu rauchen, meine Freunde gingen dafür bereits auf den Balkon, erst recht wenn sie Kinder hatten.

Ich denke man sollte nicht in jeden Lebensbereich der Bürger einwirken wollen, man ist ja ansonsten doch auch so aufgeklärt und offen für alles was noch vor Jahrzehnten als pervers oder zumindest unschicklich betrachtet worden wäre. 
Einerseits haben wir so viel Freiheit wie noch nie zuvor andererseits, greift der Staat auch immer mehr in unser Privatleben ein. der Mensch wird geradezu standardisiert. Eine Abweichung von der Norm ist etwas unvorstelbares. Es ist ein Widerspruch an sich, ein schwanken zwischen zwei Extremen. Zum einen die Glorifizierung des Individualismus zum anderen das dumpfe festsetzen von Standards.

Werd da mal einer schlau daraus.

Alles Liebe
XOXO
Joanna Maria

Dienstag, 28. Februar 2017

Unser Stealth Elf

Heute war es soweit... Fasching in der Schule! 
Unser Sohn wollte unbedingt als Stealth Elf von den Skylanders gehen....Also kein Standardkostüm. Es hieß darum schnell die Nähmaschine entstauben und ran! Fazit.. ich muß eindeutig mehr nähen. Der Vorteil dieses Kostüms war auf jeden Fall, dass ihn der Fleecedeckenstoff ordenttlich warm hielt. Für mich ein äußerst wichtiger Aspekt, da er derzeit das einzie wirklich gesunde meiner fünf Kinder ist... ich drehe schon am Rad!
Das Schwierigste war dann wohl die Perücke. Falls ich jemals noch eine machen sollte... werde ich es auf andere Weise Versuchen. Ich finde, das Kostüm passt auch super für einen Oger. Vielleicht möchte eines seiner Geschwister irgendwann als solcher gehen ;)
Hier jedenfalls das Ergebnis!

Im Nachhinein bin ich zufrieden, auch wenn ich gestern Abend ziemlich verzweifelt ins Bett gegangen bin. Denn die Perücke habe ich erst heute früh fertig gekriegt.

Morgen ist die Narrenzeit vorbei. Asche über unser Haupt und 40 Tage Fasten....dann ist auch wieder Ostern!

Alles Liebe

XOXO

Joanna Maria

Mittwoch, 8. Februar 2017

Mit Nagellack marmorierte Tassen

Falls ihr mal schnell Eure einfachen weißen Tassen individualisieren möchtet, so könnt ihr es ganz schnell mit Hilfe von Nagellack tun.


Dazu braucht ihr ein Gefäß mit warmen Wasser, Nagellack eurer Wahl, Zahnstocher und eventuell Nagellackentferner. Ach ja die Tassen, Becher oder sonstige Gegenstände die ihr marmorieren wollt brauch ihr natürlich auch! Wie wäre es mit einem neuen Blumentopf....ich glaube ich hole mir demnächst einen

In  das ausreichend große Gefäß mit warmen Wasser tröpfelt ihr vorsichtig den Nagellack hinein. Mit dem Zahnstocher könnt ihr ihn etwas "aufwirbeln", bzw. den auf dem Wasser treibenden "Schlieren" eine Form geben. 

Dann schwenkt bzw. zieht ihr den zu marmorierenden Gegenstand etwas durch diese "Schlieren" und hebt ihn heraus. Einen Becher aus dem ihr trinken wollt würde ich nicht so tief eintauchen.

Dann muss der so verschönerte Gegenstand nur noch trocknen. Falls Euch das Muster nicht gefällt oder ihr etwas korrigieren wollt könnt ihr es mit Hilfe von Nagellack tun.

Es ist wirklich faszierend, wenn sich der Nagellackfilm über den Gegenstand legt und das Muster entsteht.

Einen Nachteil hat das Marmorieren mit Nagellack neben dem Suchtfaktor, es ist nicht besonders beständig. Einen Spülmaschienengang hält es nicht unbedingt stand... jedenfalls hat es die eine Tasse nicht geschafft...die andere schon...nun und gegen Nagellackentfernter hat das Muster keine Chance.

Es ist jedenfalls eine nette Möglichkeit das aussehen von Objekten kurzfristig zu verändern....bei einem Blumentopf hält das Muster dann bestimmt auch länger als bei einem Becher.

Ich denke zu Ostern, werde ich dafür wieder Verwendung finden, wenn ihr versteht was ich meine.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend. Macht´s Gut


XOXO

Chaotic Master of Disaster

Montag, 6. Februar 2017

Ein Spleen ist nicht gleich ein Spleen oder wie man aneinander vorbeireden kann

Es ist schon erstaunlich wie man in der gleichen Sprache sprechend aneinander vorbei reden kann. Erst recht, wenn die gesprochene Sprache nicht die eigene Muttersprache ist.


Bislang habe ich gedacht, dass aus dem Latein bzw. griechischen abgeleitete Fremdwörter  oder auch Fachausdrücke, zumindest im europäischen Sprachraum so etwas wie den Hauch einer "Universalität" hätten. Doch weit gefehlt! 

Das zeigte sich gestern bei dem kleinen Wörtchen "Spleen". Denn als ich meinte, es würde mich freuen, dass eine andere Person auch so einen Spleen hätte und ich somit damit nicht alleine stünde, da.... ja da schaute mich mein aus Frankreich stammender Mann recht entgeistert an. Nicht dass es etwas ungewohntes wäre, dass er so schaut... aber diesmal bat er mich um die Deffinition des Wortes "Spleen", schüttelte danach ungläubig den Kopf und griff nach dem Duden...und später nach dem Dictionnaire... und was kam dabei heraus?

Zwar wird Spleen in beiden Sprachen gleich geschrieben aber in Frankreich beschreibt es einen Geistes- bzw. Gemütszustand, nämlich den der Melancholie. In Deutschland hingegen beschreibt dieses Wort zwar auch eine durch Erkrankung der Milz (!) hervorgerufene Gemütsverstimmung aber eben auch eine Schrulle, Marotte oder  Überspanntheit im Sinne einer Angewohnheit.

Heute habe ich dann im pons Onlinewörterbuch nachgeschaut was dieses Wort denn in auf polnisch bedeutet... Nun, auf polnisch wird es immerhin etwas andersgeschrieben, nämlich "splin". Es beschreibt dort schlechte Laune, Niedergeschlagenheit oder Trübsinn.... was man durchaus mit der französischen Wortbedeutung im Sinne von Melancholie gleichsetzen kann.

Ich weiß nicht wie es Euch geht aber ich liebe diese kleinen Feinheiten der Sprache.

Alles Liebe 




Chaotic Master of Disaster

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Was soll's?

Nur noch drei Tage bis Weihnachten und noch so viel zu tun....und immer wieder etwas Unvorhergesehenes, das sich einem in den Weg wirft.... eh was soll´s?!



Erst ein mal wieder die Zeichensachen rausholen! ....und feststellen, dass anscheinend nicht nur Lebensmittel sondern auch Fineliner ein Verfallsdatum haben! Das Finelinerset hatte nämlich seit ungefähr zwei Jahren unbenutzt in meiner Schublade geschlummert und... es scheint eingetrocknet zu sein..... Nein, die Kappen waren alle fest drauf! Weiß irgendjemand, ob und wie man sie wieder flott kriegt?


XOXO
Chaotic Master of Disaster

Sonntag, 18. Dezember 2016

Licht ich brauche Licht! Oder doch zumindest Schnee!!!

Es hat so verheißungsvoll angefangen. Bereits Anfang November fiel bei uns in Hamburg der erste Schnee und hielt sich sogar mehr als nur ein paar Stunden. Ich habe mich gefreut wie Bolle!

Denn ich Liebe Schnee. Schnee ist mein ein und alles. Etwas was mich mit dem Winter versöhnt. Etwas was mich den Winter, den ich eigentlich verabscheue, euphorisch lieben läßt. Denn ohne Winter gibt es keinen Schnee!!

Allerdings gibt es zumindest hier in Hamburg leider all zu oft einen Winter ohne Schnee.... und der schlägt mir ganz schön auf´s Gemüt! Denn ich mag weder Kälte noch Dunkelheit....


Immer wieder stelle ich fest, dass ich eindeutig in der falschen Hemisphäre beheimatet bin. Vielleicht liegt es aber auch an Hamburgs Microklima. Denn wenn ich an meine frühe Kindheit in Danzig zurückdenke so erschienen mir die Winter immer schneereich und die Sommer endlos und heiß gewesen zu sein.... und zwar ist das nicht nur eine Verklärung der Kindheit aus der Perspektive einer Erwachsenen sondern etwas über das ich mich schon als Kind beschwerte. Das was mir damals im ersten Jahr nach meiner Ankunft am meisten fehlte war neben den Freunden und der Familie... die Ostsee und der Schnee im Winter. Leider konnte ich meine Eltern nie dazu bewegen nach Danzig zurückzukehren... und als ich erwachsen war kam dann auch wieder alles ganz anders.

Um aber beim Thema zu bleiben, ich brauche Licht und Sonne um gut funktionieren zu können und das kontinuierlich.... nicht nur ein paar Stunden lang oder gar im Wechsel. Denn beim Wetterumschwung von schlecht zu schön reagiere ich mit Kopfschmerzen.

Was das Licht anbelangt kommt hinzu, dass ich eigentlich sehr gerne fotografiere...aber ohne Blitz. Ich mag den Blitz nicht aber bei diesem trüben Licht geht es ohne zusätzlich Lichtquelle oftmals nicht.

Es ist erstaunlich wie sich das trübe Winterlicht jedoch bei vorhandensein von Schnee ändert. Wir wohnen zudem in einer recht dunklen Erdgeschosswohnung. Wenn es geschneit hat wird das Licht durch den Schnee in unsere Wohnung hineinreflektiert und sie wird gleich wesentlich heller und freundlicher.

Vielleicht liegt meine trübe Stimmung aber auch an einer sich immer mehr bei mir einnistenden Midlife Crisis. Beim durchstöbern meiner Leseliste purzelte ich über den heutigen Blogeintrag von OHHH MHHH "drei Mädels zwei Flaschen Wein" und fand mich darin so richtig schön wieder. War irgendwie heilsam. Festzustellen, dass man nicht alleine am Rad dreht und es anderen auch so geht.

Und wie geht es Euch in dieser Zeit... leidet ihr auch an Lichtmangel oder erfreut ihr Euch am hellen Glanz der Kerzen! Abgesehen vom Mangel an natürlichem Licht macht es jetzt ja überall "Blink, blink"... eigentlich ist es eine sehr gemütliche Zeit... so richtig zum kuscheln...Mir fehlt allerdings eindeutig ein Kamin. Habt ihr einen?

Macht´s gut
XOXO
Joanna Maria

Freitag, 28. Oktober 2016

Die Verrohung unserer Zeit

Habt ihr das mitgekriegt!?!?

Bereits am 3. Oktober ist in einer Bankfiliale in Essen ein 82 jähriger Mann zusammengebrochen. Mehrere Besucher der Filiale gingen an ihm vorbei, um ihn herum oder stiegen über ihn hinweg um ihre Bankgeschäfte zu tätigen. Keiner half. Erst der fünfte Besucher leistete beziehungsweise holte Hilfe.Die kam jedoch für den 82 -jährigen dann doch zu spät. Dabei war der alte Mann gut gekleidet, so dass auf den ersten Blick klar zu erkennen war, dass es sich hier nicht um ein Penner handelte der seinen Rausch ausschlief. Wobei man auch in diesem Fall hätte besser nachschauen sollen. 

Ich bin über diesen Vorfall wirklich sehr erschüttert. Wenn so etwas möglich ist, dann braucht es einen nicht zu wundern, dass hierzulande einer tätlich angegriffen Person oftmals keiner zu Hilfe kommt und die meisten nur wegsehen. Ist in einem solchen Fall ein Eingreifen doch ein mit einer gewissen Gefahr für die eigene körperliche Integrität verbunden. Aber was hätte  hier einem Helfer den böses passieren können. Außer, dass er etwas Zeit verloren hätte. Er hätte den alten Mann ja nicht einmal zu berühren brauchen. Zudem hat heutzutage fast jeder ein Handy es ist ja nicht so dass man lange nach einem Telefon suchen muss. Hier der link zu den entsprechenden Nachrichten. wenn ihr googelt findet ihr bestimmt noch mehr.

Ich wünsche euch angenehme Nachtruhe. Macht´s gut und gebt gut auf Euch Acht.

XOXO 
Joanna Maria
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